Ausstellung Wolfskinder

Die Ausstel­lung Wolf­skinder befind­et sich noch bis zum März im Bürg­er­haus:

Hun­dert­tausende Deutsche flo­hen Ende des Zweit­en Weltkrieges vor der Roten Armee aus Ost­preußen und Königs­berg. Immer wieder gin­gen Kinder auf der Flucht ver­loren oder erlebten die Ermor­dung der eige­nen Fam­i­lie. Andere mussten ohn­mächtig mit anse­hen, wie ihre Geschwis­ter ver­hungerten, die Großel­tern aus Schwäche star­ben oder die Mut­ter ein­er Epi­demie erlag. Auf sich alleine gestellt, ver­sucht­en diese Kinder in der freien Natur des Baltikums zu über­leben. Gegen Hunger, Kälte und sow­jetis­che Willkür führten sie einen Kampf um Leben und Tod. Einige fan­den Unter­schlupf bei litauis­chen Bauern, die sie heim­lich auf­nah­men und not­dürftig ver­sorgten. Im Gegen­zug halfen die Kinder auf den Höfen aus. Eine Schul­bil­dung blieb den meis­ten ver­wehrt, ein Großteil kann bis heute wed­er lesen noch schreiben. In der Regel erhiel­ten die Kinder eine neue Iden­tität und litauis­che Namen, um ihre Herkun­ft zu ver­schleiern. So blieben sie Jahrzehnte hin­ter dem Eis­er­nen Vorhang zurück ohne dass ihr Schick­sal ein­er größeren Öffentlichkeit bekan­nt war. Seit dem Fall der Sow­je­tu­nion Anfang der neun­ziger Jahre verän­derte sich auch das Leben der Wolf­skinder.

Öff­nungszeit­en:
Fre­itag — Son­ntag: 10 — 17 Uhr sowie nach Vere­in­barung

Ein­tritt frei

Öffentliche Führun­gen
(2,00 € ermäßigt 1,00 €): Son­ntags um 11 Uhr, ohne Anmel­dung
Ter­mine: 29.01. / 05.02. / 12.02. / 19.02. / 26.02. / 05.03.2017

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